Bewertungsstatistiken zum Spiel "Applejack"


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Partien: 1
Kommentar vom 30.10.2022:
Es kann sein, dass sich mancher ein wenig veräppelt fühlt: Schon wieder ein Rosenberg-Puzzle-NOVASAGANIFRAME-Dings mit den gesammelten Ideen aus INDIANCOTTAGEPATCHMEADOW?! Ja, stimmt irgendwie schon. Da ist was dran, vor allem Äpfel, die man aber ganz ohne Argwohn genießen kann und sollte. Da brummelt nur die Biene, und die Schafe meckern. Ansonsten gibt Applejack von Uwe Rosenberg, gestaltet von Lukas Siegmon, keinerlei Anlass zu geödeter Häme und anderen Beanstandungen. Der erste Hexagon-Anlege-Rosenberg widersteht nämlich erfolgreich dem durchaus nachvollziehbaren Verdacht, ein weiteres geschickt kalkuliertes Puzzle-Spin-off in einer Reihe zu sein, wie wir sie in den ausufernden Fortsetzungs-, Varianten- und Erweiterungsfamilien von etwa Agricola, Bohnanza oder Caverna kennen. Über Applejacks Erscheinung darf man allerdings durchaus froh sein.
Was an Zutaten aus alten Titeln zu diesem neuen Apfelmus zusammengerührt wurde, erweist sich schnell als pfiffig und stimmig, sinnvoll und im Resultat schön — nicht zuletzt werden hier erstmals nach Nova Luna, Sagani und Framework Rosenbergs Ideen mit einer wirklichen und greifbaren Geschichte unterfüttert: Wir SIND auf der Obstwiese — mit Bienenkörben, Schäfchen und verschiedensten Apfelsorten, mit Obstbauernkate, Wegen, Baumreihen, Brunnen und Brücken, Helfern und Kindern. Alles auf individuell gestalteten Tableaus. Applejack hat einen realen Ort und darin seine Stärke. Wir sind in der Wiese, und es scheint, als sammelten wir das Obst auf, indem wir Hex-Plättchen auf ihr auslegen. Diese Hex-Plättchen sind mehrdimensionaler als jene der drei Anlege- und Auslege-»Vorgänger«: Je sechs Kanten bieten sechs Möglichkeiten, uns den Kopf zu verdrehen, jede mit anderen Wertungskonsequenzen in einem Honig-Punkte-System, das zwar ganz süß daherkommt, sich aber bald als knallhart und bitterböse outet.
Zugleich stellen die zentralen Äpfel mit ihren sieben Sorten (Farben) die Elemente für ein Gebietsmanagement dar und treten in unzähligen Kombinationen, Anzahlen und Häufungen auf ... oder auch gar nicht. Daneben ebenfalls im Gras: die Blüten mit ihrer Funktion für eine turnusmäßige Zusatzwertung. Das funktioniert alles recht gut und flüssig wie Honig. Der Cottage-Garden-Würfel wandert als Nova-Luna-Pöppel und zugleich als Rundenanzeiger die patchwork'sche Zeitspirale entlang, die hier »endlos« ist und Punkt- bzw. Honigerträge planbar macht.
Das alles ist ein gut geöltes Wertungsuhrwerk auf der grünen Wiese, zugleich Flächeneroberung und ein bisschen Set-Building sowie Optimierungsrechnerei, zügig spielbar, elegant ausgetüftelt, sympathisch erzählerisch, klug durchgestaltet und bildschön ausgeführt. So trägt Applejack absolut eigenständig die Früchte seiner Vorgänger. Das schmeckt und hat Biss.

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Spielerinteraktion / Verhandlung:
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Qualität des Spielmaterials:
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Qualität der Anleitung:
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Preis-/Leistungsverhältnis:
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