Bewertungsstatistiken zum Spiel "The Night Cage"


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Brakus71
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Kommentar vom 14.09.2021:
Review-Fazit zu „The Night Cage“, einem düsteren Legespiel.


[Fazit]
Die Spieler wachen unter mysteriösen Umständen in der völligen Dunkelheit eines unendlich wirkenden Dungeons auf. Lediglich eine Kerze in der Hand, hilft dezent bei der Orientierung, doch wie lange wird deren Schein wohl erhalten bleiben? Stetig fliesst das Wachs herab und die Flamme senkt sich nach und nach dem Boden des Kerzenhalters entgegen. Eile ist geboten, um einen Ausgang zu finden. Doch der Ausgang selbst reicht nicht aus, ist dieser doch versperrt, wie sich bald herausstellt. Also auf durch die dunklen Gänge und Schlüssel gesucht, immer dabei Obacht geben, nicht durch brüchige Böden zu fallen oder auf ein Monster zu stossen – denn die Spieler sind nicht alleine unterwegs.

Bei diesem Legespiel werden immer neue anzulegende Plättchen gezogen, in der Anzahl der vorhandenen Ausgänge des gerade angelegten Gangplättchens, um voran zu kommen. Der Haken des Vorangehens liegt in der beschränkten Sicht der Kerze. Es können immer nur die direkt angrenzenden Felder (orthogonal) „gesehen“ werden! Sobald ein Schritt weitergemacht wird, werden weiter zurückliegende Plättchen entfernt. Damit ändert sich auch immer der Weg bei einer Rückkehr, da nun neue Plättchen angelegt werden.

Bei der Vorbereitung, je nach gewählter Schwierigkeit, werden alle Plättchen nach einem bestimmten Schema sortiert und somit ist in Maßen nachhaltbar, wann welche Art von Plättchen wohl gezogen werden wird. Dies ist wichtig, um bei der gemeinsamen Planung geschickt auszumachen, wer wann wo lang geht. Das Spiel wird nämlich nur gewonnen, wenn alle Spieler einen Ausgang gemeinsam erreichen und jeder einen Schlüssel dabei hat.

Neben normalen Gängen in gerader Form oder als T-Stück oder als Kreuzung, gibt es noch Schlüssel-, Ausgang- und Monsterplättchen sowie weitere besondere Felder, bei den erweiterten Varianten.
Als Aktionen stehen den Spielern immer entweder das „Bewegen“ um ein Feld oder ein „Stehenbleiben“ zur Verfügung. Letzteres ist nicht immer zu empfehlen, da z.B. brüchige Gänge im nächsten Zug durchbrechen und die Spielerfigur durch das Hinunterfallen ausserhalb des Raster-Spielfeldes neu platziert werden muss. Es gibt Situationen, in denen ein solches „neu orientieren“ allerdings hilfreich sein kann, um z.B. einem Monster zu entgehen. Zudem erhält man nur auf diese Weise ein sogenanntes „Nerve“-Plättchen – quasi ein Beruhigungsmittel, das hilft um z.B. das erzwungene Nachziehen weiterer Plättchen bei einem Monsterkampf zu reduzieren.
Monster reagieren nur auf Bewegung, d.h., wenn sie aufgedeckt und angelegt werden, passiert erstmal gar nichts. Sobald aber eine Figur sich von einem benachbarten Feld fort- oder dorthin bewegt wird, greift es an. Dann schiesst es den kompletten Gang entlang und zwar in alle vier orthogonale Richtungen, soweit, bis es auf ein Hindernis, z.B. eine Wand eines anderen Plättchens, das nicht via Gang(grafik) verbunden ist oder bei einer Fallgrube (entsteht an der Stelle, an der ein Spieler durch den Gang „eingebrochen“ ist), stösst.

Runde für Runde entdecken die Spieler so die Weiten des gruseligen Dungeons und finden hoffentlich bald die nötigen Schlüssel. Monsterbegegnungen sorgen dabei auch für weitere Verschleierungen, denn ein Treffen löscht die eigene Kerze, so dass nur noch das zu betretende Plättchen in Bewegungsrichtung sichtbar ist. Da gilt es nochmal besonders kooperativ zu handeln und nicht zu weit von den anderen Spielern herumzuwandern, denn sind zwei Spieler benachbart (auf dem selben Plättchen ist, ausser beim Ausgang, nie Platz für mehr als eine Figur) kann der eine die Kerze des anderen wieder anzünden.

Irgendwann (i.d.R. in unter einer Stunde Spielzeit) finden sich dann alle mit Schlüsseln am Ausgang wieder und entkommen oder aber der Stapel an nachzuziehenden Plättchen neigt sich dem Ende. Dann sind die Spieler für ewig in der Dunkelheit verloren, da damit auch das Erlöschen der Kerzen einhergeht.

Die variablen Möglichkeiten das Spiel mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu versehen motiviert durchaus zu mehreren Partien. Bis man hier alles ausgelotet hat, vergeht schon eine Zeit.
Auch sonst macht es Spaß und gruselig kann es werden, wenn sich alle auf das Thema gut einlassen und die Umgebung(sbeleuchtung) angepasst wird^^. Echter Horror bleibt jedoch aus, dezente Hektik kann aufkommen, wenn einfach nur noch fiese Plättchen gezogen werden, aber sonst hält es sich im Rahmen eines fast familiären Legespiels.
Das Material ist sehr schick (die (symbolische) Kerze als Plättchenhalter und die metallischen Schlüssel als Hingucker) und wertig produziert, wenn natürlich auch dem Thema geschuldet etwas einfarbig^^. Die Anleitung ist ok, der Spielzugang angenehm – manche Spieler benötigen etwas mehr Zeit mit der Orientierung, wann welche Plättchen entfernt werden, aber das gibt sich nach ein paar Runden.
Rundum ein schickes Thema mit interessanter Mechanik, das für eine Weile zu unterhalten weiss. Als Gelegenheitsspiel gern willkommen, aber für einen Dauerbrenner fehlt dann doch irgendwie das gewisse extra „Mehr“, als es ein dunkles Carcassonne hergibt.


[Galerie: 9 Fotos]
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Qualität des Spielmaterials:
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Qualität der Anleitung:
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Preis-/Leistungsverhältnis:
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